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Die Gemeinde Dassendorf entsendet

folgende Mitglieder

in den Beirat gem. § 5 des öffentlich-rechtlichen

Vertrages zur Delegation der hoheitlichen

Aufgabe der Schmutzwasserbeseitigung zwischen der

Gemeinde Dassendorf

und der Hamburger Stadtentwässerung

vom 28. Nov. 2007: 

(Stand Juni 2013)


Mitglieder

Ingo Claßen, SPD

Peter Martens, CDU

Hauke Weber, GUD

 

Schmutzwasserbeseitigung in neuen Händen

 

Hamburg Wasser übernimmt die Entsorgungsverantwortung in Dassendorf

Manchem Bürger sind sie vielleicht schon aufgefallen, die großen orangen Spülfahrzeuge von Hamburg Wasser. Seit Jahresbeginn ist die Hamburger Stadtentwässerung, Anstalt des öffentlichen Rechts und Teil von Hamburg Wasser, offiziell zuständig für die Schmutzwasserbeseitigung in der Gemeinde Dassendorf. 

 

Warum ist die Gemeinde diesen Schritt gegangen?

Die Antwort ist einfach: Die gesetzlichen Anforderungen an eine ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung sind in den letzten Jahren gewachsen. Die in Schleswig-Holstein 2007 neu gefasste Selbstüberwachungsverordnung (SÜVO) sowie das Landeswassergesetz regeln sehr genau, welche Pflichten eine Gemeinde in Sachen Abwasser zu erfüllen hat. Nicht alles ist neu an Regelungen im Abwasserbereich, aber die Überwachung und Durchsetzung der gesetzlichen Bestimmungen wird heute konsequenter betrieben, als noch vor wenigen Jahren. Zeit für die Kommunen, Maßnahmen zu ergreifen, wollen Sie rechtliche und finanzielle Konsequenzen vermeiden. 

 

Was kommt auf die Gemeinde Dassendorf zu?

Die Einhaltung der SÜVO ist ein wesentliches Thema. Diese fordert u. a. die Dichtigkeitsuntersuchung der Kanäle sowie die Dokumentation des Anlagenbestandes und –zustandes in einem Kanalkataster. Hier hat die Gemeinde Dassendorf die ersten Schritte bereits erfolgreich zurückgelegt: Die Leitungen wurden in der Vergangenheit von der Hamburger Stadtentwässerung untersucht, der Kanalbestand in ein neu erstelltes Kataster eingemessen. In den nächsten Jahren werden auch die Zustandsdaten der Kanäle einzupflegen sein. Außerdem sind die aus den Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse in Erhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen umzusetzen.

Darüber hinaus ist die dezentrale Abwasserbeseitigung zu ordnen. Jeder, der eine Kleinklärgrube oder eine abflusslose Sammelgrube betreibt, hat diese in ordnungsgemäßem Zustand zu halten. Eine zentral beauftragte Abfuhr der Fäkalien gehört ebenso zu den Pflichten des Aufgabenträgers wie die Überwachung der Funktionsfähigkeit solcher Anlagen.

Noch umfangreicher sind die Verpflichtungen für Gemeinden mit eigener Kläranlage. Dassendorf trägt hier allerdings keine Verantwortung, da das gesamte Schmutzwasser seit Jahren nach Hamburg geleitet wird.

 

Wird jetzt alles teurer?

In Hamburg ist die Abwassergebühr seit zehn Jahren stabil – und damit angesichts einer Preissteigerung von rund 15 Prozent real sogar gesunken. Stabile Gebühren sind das Ergebnis einer langfristigen und nachhaltigen Investitionsstrategie in der Hansestadt. Auch die Umlandgemeinden in der Hamburger Metropolregion haben gute Aussichten auf eine stabile Gebühr. Dazu müssen aber bestehende Investitionsstaus in der Abwasserentsorgung abgebaut werden – laut Deutschem Institut für Urbanistik immerhin 58 Milliarden Euro bundesweit. Wer hingegen allzu sorglos mit seiner Entsorgungsverantwortung umgeht, gesetzliche Bestimmungen ignoriert und notwendige Instandhaltungen aufschiebt, riskiert in der Kostenspirale zu enden – den Preis zahlen die Bürger. 

 

Was ändert sich nun konkret?

Für die Bürger und Bürgerinnen der Gemeinde Dassendorf erst einmal so gut wie nichts. Die Gebühr ist die gleiche wie  im Vorjahr, lediglich der Absender des Gebührenbescheides ist nun die Hamburger Stadtentwässerung. Aber die Rufnummer für Störungen hat sich geändert: für Störungen im Schmutzwasserbereich gilt rund um die Uhr die Rufnummer

040 7888 33333 (Stand Dez. 2016).

Gerd Schuylenburg / Anka Schwelgin, HSE

 

Gemeinde Dassendorf
bgm-dassendorf(at)amt-hohe-elbgeest.de